13-85-2_2.jpg Foto: DRK OV Waldshut
Rettungswagen 13/85-2Rettungswagen 13/85-2

Sie befinden sich hier:

  1. Aktuell
  2. Fahrzeuge
  3. Rettungswagen 13/85-2

Rettungswagen 13/85-2 der Bereitschaft Waldshut

Ansprechpartner

Herr
Joachim Simon

bereitschaf[at]drk-ov-waldshut.de

1. DIE DRK BEREITSCHAFT WALDSHUT
Der DRK Ortsverein Waldshut braucht für die vielfältigen Aufgaben seiner Bereitschaft zuverlässige und zeitgemäße Einsatzfahrzeuge. Diese Einsatzfahrzeuge
sollen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.
Für sein Aufgabenprofil benötigt die DRK Bereitschaft zwei Einsatzfahrzeuge,
welche die Euronorm DIN EN 1789 Typ C erfüllen. Die DRK Bereitschaft hat seit
Dezember 2016 einen RTW Sprinter Kasten mit Strobel-Ausbau in Betrieb. Der
Koffer-RTW, ebenfalls ein Sprinter mit Strobel Aufbau, aus den Jahr 2014, wird
durch das hier beschriebene Projekt ersetzt.
 

Mit seinen beiden Krankenkraftwagen kann die DRK Bereitschaft Waldshut die
bekannten Vorgaben für den Sanitätswachdienst erfüllen.

1.2 SANITÄTS- UND BETREUUNGSDIENST
Bei größeren Unglücksfällen im Gebiet vom DRK Ortsverein Waldshut leistet die
Bereitschaft für Verletzte, Erkrankte und Einsatzkräfte Erste Hilfe. Neben der Ersten
Hilfe führt die Rotkreuz Bereitschaft auch den Sanitätsdienst durch. Der Sanitätsdienst ist ein Fachdienst des Katastrophenschutzes und ist zwischen Erste Hilfe
und Rettungsdienst anzusiedeln. Die von einem Unglück betroffen und unverletzten Personen werden von dem Betreuungsdienst versorgt. Der Betreuungsdienst ist ebenfalls ein Fachdienst des
Katastrophenschutzes.

1.3 KATASTROPHENSCHUTZ
Im Katastrophenschutz stellt die DRK Bereitschaft Waldshut ein SEG Modul
Transport (Trp Waldshut) und ein SEG Modul Erstversorgung (Ev Waldshut). Das
Modul Trp Waldshut besteht aus den beiden RTWs der Bereitschaft Waldshut. Das
Modul Ev Waldshut besteht aus einem GW San (Land BW) und aus einem MTW
(Land BW).

Die SEG Module helfen unverzüglich, mit all ihren Mitteln, den in Not geraten
Menschen. Die SEG Module Waldshut kommen bei einem Massenanfall von Verletzten/ Erkrankten (MANV), einem Groß -Schadensereignis oder einem Katastrophenfall zum Einsatz. Die Alarmierung erfolgt durch die integrierte Leitstelle

Waldshut nach Alarm und Ausrückeordnung (AAO) oder durch Nachforderung der
Einsatzkräfte vor Ort.

Die beiden Waldshuter Module sind auch tragende Elemente vom Behandlungsplatz Waldshut (BHP 25 Waldshut).

Die DRK Bereitschaft Waldshut ist für die Fachdienste Sanitätsdienst und Technik & Sicherheit ausgerüstet und ausgebildet
 

Foto: DRK OV Waldshut

DER NEUE RETTUNGSWAGEN DER DRK BEREITSCHAFT WALDSHUT
Der neue Krankenkraftwagen erfüllt die Euronorm DIN EN 1789 Typ C (RTW). Das
Fahrgestell ist ein Mercedes Sprinter CDI (BM 907/910) mit einem langen Radstand
(3665 mm). Das Fahrzeug hat einen 4 x 2 Antrieb, ein zulässiges Gesamtgewicht
von 4100 kg und eine Leistung von 140 kW. Das Basisfahrzeug wurde mit der
Mercedes-Benz Vertrieb NFZ GmbH in Freiburg abgewickelt.
Auf das Sprinter Fahrgestellt hat die bundesweit als Ausbauer von Rettungsdienstfahrzeugen bekannte Firma System Strobel aus Aalen einen XL Koffer auf- und
ausgebaut. Die Patiententrage ist ein elektrisch betriebenes System von den
Firmen Stryker und Hoverboard GmbH. Die elektrisch betriebe Fahrtrage entlastet
die Besatzung beim Aufnehmen der Patienten und beim Ein- und Ausladen in den
Krankenkraftwagen. Das System besteht aus:
• Power-PRO XT Fahrtrage
• Power-Load Befestigungssystem
• HOVERBOARD PowerBase Tragetisch
Dieses Patiententragesystem benötigt in der Länge im Patientenraum mehr Platz
wie die bei uns üblichen Fahrtragesysteme von Stollenwerk. Durch den Einsatz von
dem neuen längeren XL Koffer und dem Strobel-Tragestuhl konnte sogar mehr
Platz (+25 cm), wie beim Vorgänger, im Bereich vom Kopfteil der Trage geschaffen
werden.
Die Spezifikation des neuen Fahrzeuges basiert auf dem „RTW Waldshut“ von der
Firma Strobel. Anpassungen wurden jedoch erforderlich.
Damit die Patienten, bei den Einsätzen im Krankentransport, eine Sicht nach
Draußen haben wurde im Patientenraum das Fenster auf der linken Seite vergrößert und auf der rechten Seite wurde an der Gerätewand ein zusätzliches
Fenster eingebaut.
Da der neue RTW überwiegend im Hintergrunddienst Krankentransport eingesetzt
wird hat er den Funkrufnamen eines Krankentransportwagens (RK WT 13/85-2)
erhalten.
 

Wenn das neue Einsatzfahrzeug als Krankentransportwagen eingesetzt wird, dann
betreut mindestens eine Person mit einer Ausbildung als Rettungssanitäter den
Patienten. Bei Einsätzen als RTW betreut ein Rettungsassistent oder Notfallsanitäter den Patienten. Durch die Aufnahme von einem Notarzt wird der RTW zu
einem Notarztwagen (NAW).
 

Foto: DRK OV Waldshut

Die Patiententrage ist ein elektrisch betriebenes System von den Firmen Stryker und Hoverboard GmbH. Die elektrisch betriebe Fahrtrage entlastet die Besatzung beim Umlagern der Patienten und beim Ein- und Ausladen in den Krankenkraftwagen. Das System besteht aus:

• Power-PRO XT Fahrtrage
• Power-Load Befestigungssystem
• HOVERBOARD PowerBase Tragetisch

Für die Batterie betriebene Power-PRO XT Fahrtrage gibt es im Sauerstoffschrank ein Batterieladegerät mit Ersatzbatterie. Die Batterie in der Fahrtrage und im Ladegerät sollen zur Erhaltung der Lebensdauer monatlich getauscht werden. Die Fahrtrage hat eine Schnitzler Patientenauflage mit bekanntem Kinderrückhaltesystem. Leider sind zur Patientenfixierung keine Automatikgurte für die Power PRO XT Fahrtrage erhältlich. Die Fahrtrage ist zusätzlich ausgestattet mit:

• 4 Lenkrädern, davon sind zwei blockierbar
• 2 Verstellbare Seitenhalterungen
• 2 Taschen für Verbrauchsmaterial Trage unter dem Kopfteil
• Tuchablage unter dem Kopfteil für Umbettungstuch und Rettungstuch
• 2 DIN-Schienen, links und rechts am Fussteil
• Infusionsstativ, links am Fussteil
• Verstellung «Schocklage»
• Verstellung «Bauchdeckenentlastung»
• Stativ zur Befestigung am Kopfteil für die Fixierung von einem Beatmungsschlauch. Das Stativ ist im Sauerstoffschrank gelagert.

Die Fahrtrage kann mit senkrechtem Oberteil bei engen Verhältnissen an der Einsatzstelle verkürzt werden. Die Fahrtrage fährt leichter und ist für die Patient schonender wie die bisher im Rettungsdienst von unserem DRK Kreisverband Waldshut e.V. eingesetzten Stollenwerk Fahrtragen. Damit die Fahrtrage im Fahrzeug seitlich verschiebbar ist wurde das erforderliche Power-Load Befestigungssystem auf einem luftgefederten und verschiebbaren HOVERBOARD PowerBase Tragetisch montiert. Die Power-PRO XT Fahrtrage kann bei einer Störung oder einem Stromausfall durch die Besatzung ein- und ausgeladen werden. Hierzu ist eine Verlängerung vom Tragetisch erforderlich. Das anschraubbare Verlängerungsstück befindet sich im Vakuummatratzenschrank. Durch die verstellbaren Seitenhalterungen und die ausreichend langen Tragegurte können auch Patienten mit grösserem Körperumfang und -Gewicht transportiert werden. Bei schweren Personen mit einem grösseren Körperumfang soll ein Schwerlast RTW zum Einsatz kommen. Jedoch erscheint es sinnvoll bei Patienten mit grösserem Körperumfang und -Gewicht (bis ca. 140 kg) mit der Stryker PowerPRO XT Fahrtrage und dem langen Strobel Koffer, die während des Transportes vom Notarzt versorgt werden müssen (z.B. ECMO, gleiche Funktion wie eine HerzLungen-Maschine), das hier beschriebene Fahrzeug einzusetzen. Der neue RK WT 13/85-2 bietet mehr Platz und eine umfangreichere Ausstattung wie der für uns zuständige Schwerlast RTW.
 

Weitere Bilder